Der Stacheldraht hat sich als hervorragend investiertes Geld herausgestellt. Gestern haben Johann und Aidan den behelfsmässigen Zaun um die Quelle runtergerissen und durch einen anständigen Stacheldrahtzaun ersetzt - so anständig, dass das Gebiet um die Quelle nun aussieht wie eine Hochsicherheitszone. Was es, symbolisch gesprochen, auch ist. Die unteren Regionen werden wir noch mit Maschendraht verstärken müssen, um auch Schafe und Ziegen abzuhalten.
Ich selber bin zum Mpame Shop rauf marschiert (1h 15min Fussmarsch) um den Inhaber zu fragen, ob er immer noch bereit ist, mir bei der Reparatur meines Autos zu helfen. (Yep, ist er.) Hervorragend. Und danach fuhr er mich wieder an die Küste runter, damit ich nicht zurück latschen musste, und gab mir auch noch einen Kanister Trinkwasser mit. Herzlichen Dank, sehr freundlich.
Heute war auf dem Hügel wieder mal was los sag ich euch ... leider war ich nicht dabei um das Unbeschreibliche mit eigenen Augen zu sehen (ich hab den Tag damit verbracht zum Zithulele Spital zu trampen um eine Urinprobe abzuliefern um zu checken ob ich Bilharzia habe ...), aber Aidan erzählte es sei ein verrückter Tag gewesen. Als er nämlich am Morgen mal hoch ging, um mit dem restlichen Stacheldraht den Zaun dort oben fertigzustellen, tauchte ein Mitglied vom Dorfrat mit einer Säge auf, und erklärte mit Händen und Füssen, dass er in den Wald gehe um Pfosten zu fällen für den Zaun (wir hatten am letzten Meeting gesagt, dass wir Pfosten brauchen um die Quelle einzuzäunen). Wenig später kamen zwei weitere Herren vom Dorfrat an, mit Schaufeln auf dem Rücken, und halfen Aidan beim Zaun bauen. Und dann kamen Frauen mit Hacken, und Kinder mit Wassercontainern, und mehr Männer, und mehr Frauen, und Aidan traute seinen Augen kaum, und zählte am Ende 34 Leute. 34 Toggel auf dem engen Platz wo die Lodge mal stehen soll, und alle am arbeiten!!! Unglaublich. Das ist ein Durchbruch, das ist ein Riesenerfolg!! Anschliessend, weil eh schon so viele Leute da waren, hielten sie gleich ein Meeting ab, wo diskutiert wurde, wer den Sand für die Zementmischung vom Fluss raufbringt, wer Esel hat für diesen Zweck, und ob die Leute es gratis tun sollen oder gegen Bezahlung. Der Dorfrat argumentierte stark für Freiwilligenarbeit, weil sie Geld sparen müssen. Aidan schmunzelte. Jetzt wo sie verantwortlich sind für die Finanzen, gehen sie plötzlich auf Sparmodus. Wunderbar. Ich bin gespannt wie das alles weitergeht ... auf jeden Fall ist jetzt der neue Zaun fertig, und wir können vielliecht unsere Gärten wieder neu bepflanzen und aufpäppeln. Wenn bloss die hinterlistigen Ziegen nicht wären ... (Steaks, Steaks!!!) ;-)
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